Viele Kunden fangen im Studio an sich mit Anderen zu vergleichen. An einem Tag ziehen sie den Vergleich mit einer schwächeren Person und „gewinnen“ an einem anderen Tag „verlieren“ sie diesen. Dementsprechend motiviert gehen sie ins Training.
In meinem Job als Personal Trainer wird viel verglichen, wie viel drückst Du, wie groß ist dein Bizeps, was hast Du in dieser Woche abgenommen usw.
Wenn Du dich mit Anderen im Training vergleichst bringt dich dies nicht weiter.
Wenn jeder sich seine eigene Bezugsnorm setzen würde könnte er seine Fortschritte besser beurteilen. Denn jeder geht mit einem anderen Ziel ins Fitness Studio und hat sein eigenes Bild an dem er arbeitet. Hinzu kommt, dass jeder Mensch unterschiedlich begabt ist und unterschiedliche genetische Voraussetzungen mitbringt.

In der Schule gab es Klassenkameraden, die ständig gelernt haben und trotzdem nur eine 4 geschrieben haben und andere die ohne zu lernen immer die Note 1 hatten.
Ich erlebe dies häufig im Personal Training – es gibt Kunden bei denen rächt sich jede Trainingspause, jede kleine Sünde hat Auswirkungen auf die Trainingsergebnisse, jedes Kilogramm Gewichtssteigerung beim Krafttraining ist hart erkämpft. Ein anderer Kunde kommt ins Training fängt, ohne zu vor Sport gemacht zu haben, schon mit relativ hohem Gewicht an und hat extrem hohe Steigerungen, Trainingspausen können ihn kaum was anhaben. Meine Aufgabe als Personal Trainer ist es, das Optimale aus den genetischen Vorraussetzungen rauszuholen und diese können sehr unterschiedlich sein. Ein Spruch aus dem Leistungssport unterstreicht dies: Zum Olympiasieger wirst du nicht gemacht, sondern geboren. Und da ist was Wahres dran. Was ich trainieren kann und was genetisch vorgegeben ist, ist schwer zu sagen. In diesem Bereich gibt es unterschiedliche Prozentzahlen, man spricht immer von ca. 80% Genetik. Also 20% meiner Eignung für eine gewisse Sportart kann ich trainieren. Das klingt erstmal sehr wenig, man muss aber bedenken, wie viele Faktoren ein die sportliche Leistungsfähigkeit in einer Disziplin beeinflussen. Die Faktoren auf die der Sportler keinen Einfluss hat sind z.B. Hebel, Größe, Muskelfaserstruktur (bedingt), Intellekt usw.. Was erklärt, warum einige mit einem schlechten Training und einer schlechten Trainingseinstellung trotzdem Erfolg haben können. Ich werde auch nie mit 1,98m und einer überwiegend ausdauernden Muskelfaserstruktur ein guter Turner sein.
Fazit: Vergleiche dich nicht mit anderen, sondern konzentriere dich lieber auf deine eigenen Fortschritte!




No comments yet.